Kernstrategie

Eigenverantwortung

Ausgangslage: Um eine CO2-neutrale Wirtschaft zu erreichen, muss ein Systemwandel passieren.  Dieser Wandel wird aber nur dann möglich sein, wenn es Kostenwahrheit bei den Energieträgern gibt. Solange Atom- und Kohlestrom, Öl und Gas auf Grund von staatlichen Förderungen noch so billig gehalten werden, können Investitionen in erneuerbare Energien nur sehr schwer betriebswirtschaftlich dargestellt werden. Damit sich das ändert, brauchen wir veränderte politischen Rahmenbedingungen. (System Change not Climate-Change)

Unser Lösungsansatz:  Der Wandel beginnt bei dir und mir, bei unserem eigenverantwortlichen Handeln. Dadurch, dass wir versuchen so klimaschonend wie möglich zu leben, werden wir zur Keimzelle und zum Vorbild für unser nahes Umfeld.
Somit wird der Wandel auf die zweite Ebene gehoben. Erst wenn wir aus unserem eigenen Wirkungsbereich (Familie, Arbeit, Freundeskreis) diesen Grundgedanken in die kleinste politische Einheit, in die Gemeinden, tragen, ist der Boden für die politische Veränderung gelegt.
Die Politik wird sich nicht ändern, wenn die Veränderung nicht von der Basis kommt. Deshalb braucht es das Bewusstsein für die Eigenverantwortung von jedem und jeder von uns.

Darum KlimaCent: Mit dem KlimaCent unterstützt du nicht nur Klimaschutz- und Ökoenergieprojekte, sondern bist Teil eines Netzwerks, das sich aktiv für den Wandel einsetzt. Gemeinsam mit über 30 Vorarlberger Gemeinden, zahlreichen Firmen und Privatpersonen setzen wir ein Zeichen: Wir sind bereit, unseren Teil der Kosten des Systemwandels mitzutragen, – fordern aber dies auch von öffentlich-politischer Seite ein.

klimaneutral – geht das?

Ausgangslage: Der Trend in unserer Gesellschaft geht immer mehr dahin, dass sich Unternehmen mit einer Ausgleichszahlung “klimaneutral” stellen. Mit viel zu geringen Ausgleichszahlungen werden oft Großprojekte in allen Teilen der Erde unterstützt, die wiederum zentrale Strukturen stärken und weitere Abhängigkeiten für die oft arme Bevölkerung schaffen. Die Zahlungen sind ein Bagatell gegen die Preise, die bei einer vollen Kostenwahrheit bei Atomkraft und fossilen Energieträgern anfallen würden. So variiert die Höhe der Abgabe pro kg CO2 oder pro kWh stark je nach Anbieter zwischen 0,3 Cent und 3 Cent pro kg CO2. In Schweden hingegen ist ein gesetzlicher Preis für CO2 von 12 Cent/kg CO2  (bis 40 mal mehr) festgesetzt.
Tatsache ist also, dass man sich im “freien Markt zu verschiedenen Preisen klimaneutral “kaufen” kann, um ja nicht im eigenen Land die Kostenwahrheit entstehen zu lassen. Ist denn das noch fair?

Unser Lösungsansatz: Bei diesem billigen “Schuldenablasshandel” machen wir nicht mit. Wenn es wirklich Kostenwahrheit geben würde, müsste genergell ein Vielfaches vom derzeitigen Energiepreis bezahlt werden.
Mit der KlimaCent-Abgabe hingegen wird ein wichtiger Schritt in eine klimaneutralere Welt gesetzt. Es wäre aber falsch, sich damit als klimaneutral zu bezeichnen -und seinen Fußabdruck nicht auf ein allgemein verträgliches Maß zu reduzieren. Nichts desto trotz sollen Firmen und Organisationen, die mit ihren CO2 Abgaben ein nachhaltiges Energiesystem finanzieren, dies auch in ihrer Öffentlichkeitsarbeit kommunizieren können. Deshalb nur klimaneutraler !

Mit dem KlimaCent lebst du ein klein wenig klimaneutraler, bewirkst aber auch den Wandel zu einer enkeltauglichen Wirtschaft.