FAQ

Was ist der CO2-Fußabdruck?

Der CO2-Fußabdruck ermittelt die eigens verursachte Menge an Treibhausgasen.
Hier geht es um die max. Belastbarkeit der Atmosphäre unter Berücksichtigung der Regenerationskraft der Natur.
Zulässig sind 1,5-2 Tonnen CO2 pro Person. Derzeit liegt der Durchschnitt jedoch bei 10 Tonnen pro Person!

CO2-Fußabdruckrechner: www.co2-rechner.at

Was ist der ökologische Fußabdruck?

Der ökologische Fußabdruck nach Wackernagel und Rees ist umfangreicher als der CO2-Fußabdruck und misst die Beanspruchung von Biokapazität, d.h. die Fähigkeit von Ökosystemen, Naturstoffe zu erzeugen und Schadstoffe (in diesem Fall v.a. CO2) wieder in die Kreisläufe der Natur aufzunehmen.
Da diese Fähigkeit zum größten Teil von der Photosynthese-Leistung von Pflanzen abhängt und dafür von der Sonne bestrahlte Fläche benötigt wird, ist die Biokapazität relativ einfach als Fläche (globaler Hektar/gha) darstellbar – am einfachsten als „fruchtbare Fläche“ zu verstehen. Die produktive Fläche auf unserer Welt ist unbestreitbar begrenzt, daher ergibt sich ein „fairer“ Fußabdruck in der Größenordnung von 1,4 bis 2 gha pro Person. Der durchschnittliche ökologische Fußabdruck einer/eines EuropäerIn lag 2008 bei 5 gha!

Ökologischer Fußabdruckrechner: www.mein-fussabdruck.at

 Was ist die Ökostrombörse?

Die Ökostrombörse ist die Vorgänger-Plattform vom Klimacent, welche einen transparenten Geldfluß vom Ökostrom-Direktförderer zum Ökostromproduzenten möglich macht. Sie wurde von der AEEV entwickelt und gestartet, um ein ehrliches und transparentes Modell für das Ökostrom-Marketing anzubieten, welches sich nicht über physikalische Tatsachen hinwegsetzt – und einen direkter Geldfluß zu den einzelnen Produzenten möglich macht.
Die Ökostrombörse wurde im Jahr 2000 gegründet und von 2002 bis 2008 gemeinsam mit der VKW AG, Stadtwerken Feldkirch und Energieinstitut getragen. In diesem Zeitraum wurde die mitbestimmbare Ökostrom-Direktförderung von 1 Cent/kWh mit der laufenden Stromrechnung eingehoben. Danach gründete die VKW AG die VKW ÖkostromGmbH, um bei einem Aufpreis von 0,7 Cent/kWh + 20% UST ein „Ökostrom-Handelsprodukt“ zu verkaufen – und führte nur mehr für das Bündelprodukt Vorarlberger ÖkostromPLUS (Aufpreis gegenüber VKW AG insgesamt 1,84 Cent/kWh) das Inkasso der Förderung durch. 2014 kündigte die VKW ÖkostromGmbH auch diese Zusammenarbeit auf.

Die AEEV nahm dies zum Anlass, eine Weiterentwicklung der Direktförderung auf Basis des gesamten CO2 Fußabdruckes zu entwickeln, welche neben Strom auch die Bereiche Wärme und Mobilität als auch den Ressourcenverbrauch einbezieht.

 

Wie wird eine Überförderung der Projekte verhindert?

Ein Kernprinzip unserer Plattform ist die Eigenverantwortung. Daher sollen auch die Förderer selber entscheiden, wie lange ein Projekt unterstützt werden soll. Die Vielzahl von Kostenstrukturen bei Ökokraftwerken sowie Finanzierungsvarianten könnten auch nur unter einem sehr hohen Aufwand erfasst und kontrolliert werden. Daher ist es praktisch nicht wirklich möglich, eine Überförderung festzustellen. (Denn idealen standardisierten Markt gibt es nicht). Wir haben daher folgenden Ansatz bei Einzelforderungen von Projekten: Vom Netto- Förderbetrag werden 50 % für den Fonds für neue Ökokraftwerke zugeteilt, um mit jedem Förderbeitrag diesen wichtigen Aspekt zu sichern. Und die andere Hälfte der Förderung ist ein Finanzierungsbeitrag für das Projekt und für den Aufwand, den der Projektbetreiber auch für die Einwerbung und Betreuung der Direktförderungen hat (Die Plattform bewirbt keine Direktförderungen).

Falls der Förderer diese Bewertung aber nicht vornehmen will, kann er seinen Förderbetrag einem der zahlreichen Klimafonds zuteilen. Dort werden nur Einmalzuschüsse ausbezahlt bzw.  sind die jeweiligen „Fondsmanager“ verantwortlich, die Fördergelder nur nach den von ihnen definierten Kriterien auszubezahlen und eine Überförderung zu verhindern.

Wieso wird für Strom die CO2-Abgabe nicht in derselben Einheit berechnet wie für sonstige Energie?

Weil Strom einerseits einen ganz besonderen Wert hat, da er für alle Anwendungsgebiete der Energieversorgung (Prozesse, Wärmeversorgung, Mobilität, Kommunikation) auf effizienteste Weise genutzt werden kann. Und weil Strom, sobald er über das öffentliche Netz verteilt wird, eigentlich den gesamten ökologischen Rucksack  des  Gesamtsystems mitträgt. (Verteilnetz, Umspannwerke, Spitzenstromanlagen, sowie Atom/Öl/Gas und Kohlekraftwerke für die Grundlast).

Wieso wird die CO2 Abgabe beim Klimacent mit einem so geringen Aufpreis bewertet?
Ein Golden Standard CO2 Zertifikat kostet doch ca. 3 Cent/kg CO2.

Uns geht es nur um den ersten Schritt zu einer Kostenwahrheit – und nicht um eine „Kompensationszahlung, um sich klimaneutral darzustellen“. Unser wichtigstes Ziel ist es, eine Kostenwahrheit durch die Beseitigung der Förderungen für Öl/Gas /Kohle und Atomkraft bei der Politik zu erwirken – und nicht die „Ökofreaks“ alleine den Umbau der Energieversorgung finanzieren zu lassen. Wenn jemand bereits ist, mehr Geld für den Klimaschutz in die Hand zu nehmen, dann sind aus unserer Sicht konkrete Investitionen vor Ort der richtige Ansatz.